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Pastor Willfrid Knees nimmt Abschied als Vakanzvertreter

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Auf der Höhe des Jahres Abschied zu nehmen fällt mir gar nicht leicht. In den letzten Monaten habe ich immer wieder Neues entdeckt: Gützkow und die ganze Umgebung bieten so viele Naturschönheiten und besondere Orte. Morgens bin ich gerne mit der kleinen Hündin Frieda den Müllergang entlang zum Hasenberg und manchmal bin ich wie ein Kind über die Baumstämme balanciert, die quer über die plätschernde Swinow liegen. Dann die Peenewiesen mit der selten gewordenen Vielfalt an Lebewesen, was für ein Schatz! Die Atmosphäre im alten Pfarrhaus umgeben von den großen alten Bäumen und mit den kostbaren alten Bücherschinken im Schrank, da fühle ich mich eingebunden ins große Ganze. Jeden Morgen genieße ich es, am Rundbogenfenster unter der uralten Eibe hindurch gen Osten über das Swinowtal zu schauen, und manchmal zieht am hohen Himmel ein Milan seine Kreise. Die Spatzen zwitschern unterm Dach, die Tauben gurren, der Kuckuck ruft, der Kleiber läuft flink am Baum entlang… Ein Ort zum Aufatmen, zum stillen Staunen. Manchmal jubiliert mein Herz voller Dankbarkeit, hier sein zu dürfen.
Und dieser stille Ort wird jeden Tag der Woche mittags erfüllt vom Getümmel der Kinder, die zur Christenlehre kommen. Sie springen hinauf ins Spielzimmer, stürzen sich ins Bällebad oder laufen um die Wette, wer als erstes an der großen Schaukel unterm Eichbaum ist. Da kommt Leben in die Bude! Und Frau Jeromin spielt mit ihnen Verstecken und „Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?“. Kindheitserinnerungen werden wach.
Manchen Nachmittag habe ich fröhliche Frauenkreise erlebt und viel darüber erfahren, wie das Leben in Gützkow und den umliegenden Dörfern sich früher zugetragen hat. Mit einem Frauenkreis bin ich als Pastor besonders verbunden. Wir haben gute Gespräche geführt und manchen schönen Ausflug mit dem Gemeindebus unternommen.
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Über die Kirchenmusik hat sich eine Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Jarmen entwickelt. Der von Frau Semper wieder belebte Kirchenchor findet Zulauf und belebt Gottesdienste in Gützkow und in Behrenhoff, vor allem ist es auch ein Kreis, in dem Gemeinschaft und gegenseitige Anteilnahme zu erleben ist. Wer neu andocken will an die Gemeinde, auch zur Probe, findet hier eine ideale Gelegenheit. Auch ein Kinderchor ist wieder neu entstanden. Das Singen im Chor und im Gottesdienst ist für mich der schönste Ausdruck des Glaubens!
Eine große Freud für mich ist es, dass in der Konfirmandengruppe, die dieses Jahr zu Pfingsten eingesegnet wurde, ein guter Zusammenhalt entstanden ist. Das ist auch der engagierten Mitarbeit von Lisbeth Wagner zu verdanken, die von Januar bis September ´25 als Pfarramtsassistentin mit ihren vielseitigen Talenten mitgewirkt hat. Unvergessen für alle sind die fünf Durchgänge „Jesus bringt Brötchen“ einer neuen Form eines aufsuchenden Gottesdienstes am Sonntagmorgen.
In Behrenhoff ist im Sommer und Herbst ´25 ein weiterer Abschnitt der Renovierung der Kirche gelungen. Mit großer Hilfe ist auch der Friedhof wieder in Ordnung gebracht. Die musikalischen Gottesdienste jeweils am dritten Sonntag des Monats nachmittags um 17 Uhr haben sich eingespielt und finden gute Resonanz. Immer wieder kommen einzelne Interessierte und Gastgruppen, um diese besondere Kirche mit ihrer romanischen Ausmalung im Chorraum zu betrachten. Ein Kleinod ist dieser Raum mit dem hohen Kreuzgewölbe und den intensiv-farbigen Fenstern, auch ein besonders guter Klangraum für Konzerte. Unvergessen auch der schöne Sommer-Gottesdienst in der Scheune vom  Kirchengut Strellin mit den prachtvoll blühenden alten Rosen.
Ich danke für die Atmosphäre vertrauensvoller Zusammenarbeit und menschlicher Herzlichkeit im Team der Mitarbeitenden, im Kirchengemeinderat und im Kreis der vielen ehrenamtlichen UnterstützerInnen, ganz besonders auch in Behrenhoff!
Mit einer neuen Pastorin, einer neuen Gemeindepädagogin (beide ab September) und einer seit Januar ´25 schon bestens eingespielten Pfarramtsassistentin ist die Kirchengemeinde Gützkow gut aufgestellt. Diese Gemeinde mit ihrer überaus reichen Geschichte- die 900 Jahrfeier der ersten Taufen steht an – hat die wunderbare Aufgabe mit Menschen aller Generationen das Kraftfeld der Liebe Gottes zum Strahlen zu bringen.
Ganz besonders gilt es, in Kindern und Jugendlichen die Neugier und Sehnsucht zu wecken, in eine lebendige Beziehung zu Jesus und zum Geheimnis des Lebens einzutreten.

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Am 21.06.26 hielt Pastor Knees in Behrenhoff seinen letzten Gottesdienst für unsere Gemeinde und wurde von zahlreichen Gästen verabschiedet.

Ein Natur -Kleinod – Die Gützkower Peenewiesen östlich des Fährdammes

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Mir war es lange gar nicht bewusst: 23 Hektar der artenreichsten Peenewiesen sind von alters her Eigentum der Kirchengemeinde Gützkow. Die 30jährige Pacht läuft im kommenden Jahr aus. Bislang hat der Zweckverband Peenetal in Verbindung mit einem Landwirt diese Flächen gepflegt. Jetzt bewirbt sich auch der Verein Naturschutz im Peenetal e.V. darum, ab 2027 diese Flächen möglichst sorgsam in Obhut zu nehmen. Am Samstag, den 30. Mai hat uns Kees Vegelin vom Förderverein Naturschutz im Peenetal durch die Peenewiesen geführt. Ich habe Pflanzen kennen gelernt wie Bachnelkenwurz („Schornstein-fegerblume“), Schlangenknöterich, Wiesenklappertopf, Wollkraut, Knabenkraut und den äußerst seltenen Fliegenragwurz. Nicht ganz einfach ist es, Binsen, Seggen und Gräser voneinander zu unterscheiden. Wir sind sehr gut ins Gespräch gekommen und haben miteinander im Anschluss ein Kaffee- und Kuchen Picknick genossen. Professor Michael Succow ließ ein Grußwort übermitteln. Vor über 60 Jahren habe er dieses kostbare Biotop zum ersten Mal besucht. Ihm liege es sehr am Herzen, dass dieses Gebiet in die besten Hände komme.

Wenige Tage später (am 9. Juni) hat uns Dr. Jens Kulbe vom Zweckverband Peenetal geführt.

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Diesmal ging es vor allem darum, den Goldenen Scheckenfalter zu entdecken, der seit 2019  hier in den Peenewiesen wieder angesiedelt wurde. Ein Filmteam des NDR war mit dabei, und wir hatten Glück: nach Regentagen war wieder sonniges Wetter, und wir wurden geradezu umschwärmt von Gl. Scheckenfaltern, als wir tiefer in den Wiesen waren. Ein unvergessliches Erlebnis! Willfrid Knees

 

Nachwuchs im Schleiereulenkasten auf dem  Dachboden überm
Chorraum der Gützkower Kirche.
  
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Am 10. Juni war das Kleinste der mindestens drei Küken scheinbar gerade geschlüpft. Nach zwölf Tagen sitzen sie aufrecht und verteidigen fauchend die drei Mäuse, die ihnen die Eltern als Tagesration dagelassen haben.

„Du musst die Kinder liebhaben!“

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…sagte mir meine Frau, als ich als Berufsstarter im Pfarramt Gützkow darüber klagte, dass meine Vorkonfirmanden, in den Konfi-Stunden nicht zuhörten, schwatzten, sich amüsierten, störten. Es waren die Kinder die sie als Berufsstarterin sechs Jahre vorher als Erstklässler übernommen hatte. Damals ging die Katechetin Gisela Jutta Lück nach 30 Dienstjahren in Ruhestand.

Martina Jeromin ist nun schon seit mehr als 38 Jahren Gemeindepädagogin in Gützkow. Die Kinder, die damals zu ihr in die Christenlehre gingen, kamen oftmals als junge Mütter in die „Krabbelgruppen“. Sie brachten andere junge Mütter mit, die die Kirchengemeinde und ihre Angebote nie wahrgenommen haben und erstaunt und erfreut waren über die einladende Gemeinschaft, die sie dort erlebten. Sie kamen später mit Frauen der älteren Generation in die Bastelkreise. Kinder, die in den Krabbelgruppen waren, wurden bei den St. Martins-Festen als Erstklässler in die Reihen der „Nicoläuse“ aufgenommen. Nach den Abschlussfahrten der „Nicoläuse“ der 6. Klassen in die schwedische Partnergemeinde wurden viele von ihnen Konfirmanden. Martina Jeromin begleitete viele der Jüngsten bei ihrem „Hineinwachsen“ in die Kirchengemeinde. „Du musst die Kinder liebhaben!“ – sie wahrnehmen, aufnehmen, annehmen! Das blieb über all die Jahre die Leitlinie ihres Arbeitens und damit prägte sie die Kleinen, die eines guten Tages die Großen waren.

Sie ärgert sich bis heute darüber, dass viele Verantwortliche in der Kirche besonders auf Synoden und Konventen die Arbeit mit Kindern nicht als  d i e  Riesen-Prägechance wahrnehmen, die sie ist und sie weniger würdigen und fördern, als z.B. Jugendarbeit oder Kirchenmusik. Und hier, am Schulstandort Gützkow, ist diese Chance besonders groß.

„Gemeinde als Herberge“ titelte Jan Hendricks sein Buch und kommt darin zu der Erkenntnis: „Der gastfreundlichen Gemeinde gehört die Zukunft.“ Als (nebenberufliche⟃⇶) Pfarrfrau und „Frau des Pfarrhauses“ bewirkte sie dieses schon lange. Wer in die Gemeinderäume kam, spürte ein „Willkommen“ und fühlte sich wohl. Gäste aus den Partnergemeinden, Künstler nach ihren Konzerten, Gäste der Landeskirche, ein Kirchenasylant, übergemeindliche Gruppen oder solche aus anderen Gemeinden – alle waren des Lobes voll für die liebevoll gestalteten Räume - und den herrlichen Pfarrgarten.  Für den Mittagsimbiss für die Nicoläuse, und - solange wir im Pfarrhaus wohnten – für die Zubereitung des Mittagessens für die Sonntags-Konfirmanden war Martina Jeromin sich nicht zu gut.

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Dieses Jahr konfirmiert – damals Nicoläuse

Blieben die eigenen Kinder bei all dem nicht auf der Strecke? Doch, aber im positiven Sinne: Die älteste studierte Gemeindepädagogik und ist heute Pastorin. Die Mittelste ist Kindergartenleiterin. Und der Jüngste ist Erzieher.  In seinen frühen Schuljahren antwortete er auf die Frage nach dem, was seine Mama macht: „Die ist immer zu Hause.“ Wir alle nährten die gute Seele des Pfarrhauses und sie nährte uns.

„Frau Jeromin, Du sollst nicht aufhören,“ sagte kürzlich ein Mädchen aus der dritten Klasse, „solange du laufen kannst, kannst du doch bei uns bleiben.“ Welch ein Kompliment!

Aber nun ist genug. Unsere Enkelkinder freuen sich über mehr Oma und schließlich will ich meine Frau nun mehr für mich haben.

Hans-Joachim Jeromin

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Liebe Gützkower Gemeinde,

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mein Name ist Tatjana Eggert.
Ich habe mich auf die offene Pfarrstelle beworben einerseits, weil es nach 10 Jahren in Sachsen-Anhalt für mich als Norddeutsche wieder an der Zeit ist,
zu meinen Wurzeln zurückzukehren. Und andererseits konnten wir im vergangenen Herbst unsere Kinder von der Schönheit der norddeutschen Landschaft überzeugen. Ich selbst bin in Demmin geboren und habe dort 2004 auch mein Abitur am Musikgymnasium abgelegt.
In Greifswald konnte ich das erste theologische Examen meistern, heiraten und dann ein freundliches Vikariat in Prohn genießen.

An meiner jetzigen Arbeit in Mücheln am Geiseltalsee liebe ich am meisten, dass die 4 Gemeinden, die ich betreue, immer wieder neue Ideen haben, wie wir unseren Glauben leben können. Wir singen nach gut lutherischer Art Schlager im Gottesdienst, laden uns christliche Humoristen ein und feiern Erntedank dort, wo geerntet wird: auf dem Weinberg, im Gewächshaus oder direkt auf dem Feld.
Doch dabei bleiben wir unseren biblischen Wurzeln treu und taufen unter anderem in der Geiselquelle,
in der Saale oder auch im See.
In der Krabbelgruppe und in der Kinderkirche steht Jesus weiterhin im Mittelpunkt, denn er ist die Quelle von allem.
Ich freue mich auf eine aufregende Zeit an der Peene und bin gespannt,
was uns noch so alles gemeinsam einfällt.
Herzliche Grüße und viele Segenswünsche, ich freue mich auf unser Kennenlernen,
Ihre neue Pastorin T. Eggert

 

  Vorstellungsgottesdienst

Am vergangenen Sonntag, dem 26. April 2026, herrschte eine besondere Erwartung in unserer Kirche.
Zahlreiche Besucher waren gekommen, um Pastorin Tatjana Eggert kennenzulernen, die sich der Gemeinde im Rahmen eines Vorstellungsgottesdienstes präsentierte.
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Von Beginn an überzeugte Frau Eggert durch eine ruhige, besonnene Wärme. Ihre Predigt schuf eine Atmosphäre des Willkommens.
Ein besonderes Highlight, das für viel Freude und ein tiefes Gemeinschaftsgefühl sorgte, war das gemeinsame Singen von „Marmor, Stein und Eisen bricht“ – ein Symbol dafür, dass der Glaube auch moderne und verbindende Wege gehen darf.
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Im Anschluss nutzten viele Gemeindemitglieder die Gelegenheit, beim Kirchenkaffee erste persönliche Worte mit der potenziellen neuen Pfarrerin zu wechseln. In entspannter Runde wurden Eindrücke geteilt und erste Kontakte geknüpft.

Die formale Entscheidung fiel kurz darauf in der anschließenden Sitzung des Kirchenrates. Unter der Leitung von Pröbstin Frau Kühl berieten die Ältesten über die Nachbesetzung der Stelle. Das Ergebnis war eindeutig:
„Die Ältesten stimmten einstimmig für die Besetzung der Stelle mit Frau Eggert.“

Wir sind glücklich über diesen positiven Ausgang und freuen uns sehr darauf, Frau Eggert ab September fest in unserer Mitte begrüßen zu dürfen. Gemeinsam wollen wir wachsen, feiern und unseren Glauben lebendig gestalten.
Herzlich willkommen, Pastorin Eggert!

 

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Evangelisches Pfarramt St. Nicolai
Kirchstraße 11 b
17506 Gützkow
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guetzkow@pek.de
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Tel. / Fax. 038353/ 251

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