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Ein Pikser Hoffnung
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Der letzte Februarmontag war ein spannender Tag für die Diakonie-Sozialstation Peene-gGmbH: Impftermin an den Standorten Loitz, Jarmen und Gützkow. Lange hatte man gewartet und alles war von den Mitarbeiterinnen gut vorbereitet. In Gützkow war der Gemeindesaal des Pfarrhauses als „mobiles Impfzentrum“ eingerichtet.  „Impfzentrum Pfarrhaus“ hätte der  Aufmacher für diesen Artikel heißen sollen, wenn alles nach Plan gelaufen wäre. Gegen 16.30 Uhr war Impfaction für die Bewohner*Innen der WG Kirchstr. 18 und die Mitarbeiterinnen der Gützkower Sozialstation erwartet worden. Aber in Loitz und Jarmen verzögerte sich der Ablauf. Erst kurz nach 19.00 Uhr – die WG-Bewohner*Innen waren mit dem Abendbrot fertig – kam das Impfteam mit einem Kleinbus vom THW auf den Pfarrhof. Nach kurzer Absprache wurde entschieden, die Impfungen im Gemeinschaftsraum der WG durchzuführen. Das würde den Ablauf beschleunigen und den Stress für die Bewohner*Innen und Mitarbeiterinnen verringern. Viele Mitarbeiterinnen waren schon im Feierabend und kamen zum Impftermin angereist. Der Parkplatz auf dem Pfarrhof war gewohnt voll beparkt. Man wartete geduldig und maskiert vor dem WG-Eingang.
Es nötigt dem Verfasser allergrößten Respekt ab, dass die Mitarbeiter des Impfteams nach einem so stressigen Tag, zu so später Stunde noch so geduldig erklärten, ermutigten, impften und dokumentierten. Jeder kleine Pikser bedeutet für jeden, der ihn kriegt, eine große Dosis Hoffnung auf bessere, entspanntere, weniger bedrohte Zeiten. Wer sich für die Impfung entschieden hatte, war dankbar für diese Dosis.
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Parkplatz fürs Impfzentrum


„…im Tale grünet Hoffnungsglück…“

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Nur ein Woche liegt zwischen diesen Bildern vom Pfarrhof und -garten. Leider verschwindet der lähmende „Corona-Winter“ nicht so schnell wie die Feriendosis Winter. Doch grünet diesbezüglich – spärlich noch - Hoffnungsglück.

Start in Lockdown-Zeiten

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Gleich gibt’s Mittag im Gemeinschaftsraum der Senioren-Wohngemeinschaft in der Kirchstraße 18 in Gützkow. Auf Stampfkartoffel mit Spiegelei warten die zwölf Bewohnerinnen und Bewohner der WG. Zum Nachtisch gibt es Rote Grütze.  Die Mitarbeiterinnen Nadine Großkopf, Angelika Sadewasser und Praktikantin Francis Kamm haben alles vorbereitet. Beim Essen-Zubereiten helfen auch die Bewohnerinnen. An den Wochenenden wird Essen geliefert.   

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Im Vorflur hängen Hinweise auf Corona-Regeln - und der Kuchenplan für die Wochenenden. Im Hausflur finden unvorbereitete Besucher alles für einen regelkonformen Besuch, damit alle Bewohnerinnen und Bewohner möglichst vor Ansteckung geschützt sind. Angehörige zeichnen erfreulicher und dankbarer Weise für die wochenendlichen Kuchenlieferungen verantwortlich. Mit allen erforderlichen Einschränkungen dürfen die Bewohnerinnen und Bewohner in der WG noch besucht werden. Aber diese Einschränkungen sind für alle sehr belastend, vor allem auch für die Mitarbeiterinnen. Wer eine Maske auf hat, ist schlecht zu verstehen, und das Sprechen mit Maske ist besonders anstrengend. 

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Angelika Sadewasser und Praktikantin Francis Kamm beim Mittagmachen in der Küchenzeile  in frischem Hoffnungsgrün.

Schon vorm Bezug des Hauses, am Tag der offenen Tür, der unter Corona-Einschränkungen die Hauseinweihung ersetzten sollte, waren Masken zu tragen; damals noch Alltagsmasken. Ja, der Start ins WG-Leben verlief holprig, mit einigen Rückschlägen. Auch die Mitarbeiterinnen mussten mit daraus resultierender Ungeduld umgehen.

Mittlerweile leben zwölf Seniorinnen und Senioren in der Kirchstraße 18. Alle Zimmer sind bewohnt und es gibt weitere Nachfragen. Zu Hause sind ihnen die täglichen Verrichtungen immer schwerer gefallen, oder ohne Hilfe unmöglich geworden. In der WG finden sie diese Hilfe rund um die Uhr bei freundlichen Mitarbeiterinnen der Diakonie Sozialstation Peene gGmbH.  Mittlerweile hat  man sich eingelebt.bild_21_02_04

Mit Hilfe ihrer Angehörigen haben sich alle in ihren Zimmern mit eigenen Möbeln wohnlich eingerichtet.

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Tägliche Angebote laden zur Beteiligung ein und helfen, Vereinsamung vorzubeugen. Begleitete Spaziergänge, Spiele, Basteln, Bewegungsangebote aber auch Hilfe bei der Vor-  und   Zubereitung   gemeinsamer   Mahlzeiten gehören dazu.

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Oft ist der Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss Presseclub und Spielcasino zugleich.

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Außen liegt alles noch ein wenig im Winterschlaf. Aber der Frühling kommt gewiss – und mit ihm die Hoffnung darauf, dass alle Corona bedingten Einschränkungen endlich aufgehoben werden und „demaskierte“ Normalität wieder den Alltag prägt.

 

Neue Nachbarn
Die zurückliegenden Jahrzehnte haben die Seelen der Menschen geprägt und verändert. Auch Kirchen und ihre Strukturen sind Ausdruck solches Wandels. Hatte die ev. Kirchengemeinde bis in die 80er Jahre des letzten Jhd. zwei Pfarrstellen, so ist mittlerweile aus diesen beiden und der Pfarrstelle Behrenhoff eine geworden.
Die Strukturveränderungen in der Katholischen Kirche in unserem Bereich sind noch drastischer.
Die katholische Marienkirche in Gützkow wurde 1910 für die polnischen Saisonarbeiter errichtet, die in der Erntezeit als Schnitter auf den umliegenden Gütern arbeiteten und den Bau mitfinanzierten.
Bis in die 1940er Jahre wurde meist einmal im Monat der Gottesdienst durch die Greifswalder Geistlichen gehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Zahl der Katholiken in Gützkow und Umgebung durch die Ansiedlung von Kriegsflüchtlingen und vor allem Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland stark an. 1947 wurde ein örtlicher Geistlicher eingesetzt. Die Gemeinde, die 1953 rund 1000 katholische Gläubige zählte, wurde 1955 finanziell eigenständig. Seit 1985 ist die Gemeinde wieder ohne eigenen Geistlichen und seit 1999 gehört sie zur Greifswalder Mutterpfarrei St. Joseph. Seit Januar 2020 bilden die drei Gemeinden Stella Maris (Usedom), Salvator (Wolgast/Anklam) und St. Joseph (Greifswald) die neue Pfarrei Sankt Otto. Nach dem Tod des Priesters Franz Niepel, der als Ruheständler bis ins Frühjahr 2020 im Pfarrhaus in der Kressmann-Str. lebte, stand das Pfarrhaus leer und die Gemeinde suchte nach einer Perspektive für Kirche und Pfarrhaus und fand sie nun: Beides wird nun gottesdienstliche Heimat für rumänisch orthodoxe Christen.
Die Rumänische Orthodoxe Erzdiözese für Deutschland, Österreich und Luxemburg hat Nürnberg als Hauptsitz der Metropolie. Sie wird von Seiner Eminenz, Erzbischof und Metropolit Dr. Serafim Joantă, geführt.
Die Erzdiözese umfasst derzeit insgesamt 134 Pfarreien, Filialen und Klöster, darunter 113 in Deutschland, 20 in Österreich und 1 in Luxemburg. Einzugsbereich der Gützkower Rumänisch-Orthodoxen Pfarrei die den Namen "Geburt unserer Lieben Frau" und "St. Joseph der Neue von Partos" trägt, ist ganz M-V. Nachbargemeinden sind in Lübeck und Berlin. Der junge Pfarrer Nicholae-Bogdan Negru-Aman wird mit seiner Familie voraussichtlich im kommenden Frühjahr aus Berlin nach Gützkow ins Pfarrhaus in der Kressmann-Straße ziehen. Die Ev. Kirchengemeinde freut sich auf fruchtbare ökumenische Begegnungen. 
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Beim Vorstellungsbesuch im November letzten Jahres: Erzbischof und Metropolit Dr. Serafim Joantă, Propst Frank Hoffmann (r.k. St.Otto Gemeinde) Pfarrer H.-Joachim Jeromin und Pfarrer Nicolae-Bogdan Negru-Aman.

Gemeindegruppen

Beim Planen der Veranstaltungen für dieses Jahr bewegen sich die Verantwortlichen der ev. Kirchengemeinde auf sehr dünnem Eis.
Noch ist sehr unsicher, wann und wie das unbeschwerte Leben in Gemeinschaft wieder gewohnte Fahrt aufnimmt. Neujahrsempfänge, Familiengottesdienste, Konzerte, Gemeindefeste, Gemeindeausflüge, Kinder- und Jugendfreizeiten all das fehlt so sehr. Aber all das braucht Planung und Vorbereitung, all das geht nicht ohne verlässliche Absprachen. Doch gerade Verlässlichkeit ist in dieser Situation oft nur ein sehnsüchtiger Wunsch.  
Von den Zahlen neuer Corona-Fälle und neuer Corona-Toten machen Politiker, ihre Abwägungen und Entscheidungen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens abhängig. Und hinter diesen Zahlen verbergen sich Menschenleben - bedrohte und, viel schlimmer, beendete. Deshalb ist es falsch diese Zahlen zu ignorieren. Deshalb ist es richtig, Regeln zu akzeptieren, auch wenn gerade diese besonders an der Geduld nagen. Deshalb gilt:
Alle Treffen der Gemeindegruppen sind wegen der Corona-Krise bis mindestens Ende Februar abgesagt.
Auf Homepage unserer Kirchengemeinde informieren wir über den aktuellen Stand
Sobald die Corona bedingten Einschränkungen es wieder zulassen, geht es mit allen Gemeindegruppentreffen weiter

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Sehr dünnes Eis im Licht der Morgensonne

Das kleine Bild  ist wie ein Sinnbild für unsere Planungssituation: Die Impfungen ersehnen manche wie die Morgensonne nach langer Nacht. Aber sie macht die Eisdecke noch nicht verlässlicher. Die Sehnsucht aber, nach Veranstaltungen und Gemeindegruppentreffen, ist fest eingepflockt!

Im nächsten Jahr…
…gibt es wieder einen Hubertus-Gottesdienst, ein Martinsfest einen Adventsmarkt – so Gott will. In diesem Jahr leider nicht. Das tut mir sehr, sehr leid! Denen es zur Selbstverständlichkeit geworden ist, diese Höhepunkte mit vor- und nachzubereiten, zu begleiten und sie zu besuchen, geht es ebenso. Bitte verstehen Sie, dass es in diesem Jahr Leichtsinn wäre, alles stattfinden zu lassen, als gäbe es Corona nicht. Die Auflagen wären für alle Verantwortlichen eine Überforderung. Die Einschränkungen würden viele enttäuschen und frusten. Bitte nähren Sie Ihre Vorfreude fürs nächste Jahr, auf alles, was in diesem Jahr so sehr fehlt.
Ihr Pastor Hans-Joachim.Jeromin 

 


Endlich Sanierungsbeginn!
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Tagsüber ist es nun dunkler in der Gützkower St. Nicolai Kirche. Nord und Südwand des Kirchenschiffes sind eingerüstet. Die Arbeiten am Neubau der Kirchstr. 18-19 gehen dem Ende zu, an der Kirche werden Sie demnächst beginnen. Zunächst wurde ermittelt, wie viele Ziegelsteine an Nordwand und Strebpfeilern ersetzt werden müssen. Die Bestellung ist raus, Lieferung erfolgt voraussichtlich im September. Vorher, ab Mitte August, werden die Fugen gesäubert. Das ist sehr viel Arbeit, denn das Fugenbild ist - aus der Nähe betrachtet - beängstigend. Über einige Stellen an den Wänden lässt sich mit bitterem Humor sagen: es muss Gott selbst gewesen sein, der das Gotteshaus zusammengehalten hat, Fugenmörtel war es jedenfalls nicht.
Das Ringen um eine solide Finanzierung dauerte länger als ein halbes Jahrzehnt. In diesem Jahr ist es endlich mit Erfolg gekrönt. Mit 136.600 € bilden Städtebaufördermittel den größten Anteil an der Finanzierung. Fast 80.000 € kommen vom Kirchenkreis und der Kirchengemeinde dazu. Nach einer Absage im Februar entschied die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in einer zweiten Vergaberunde erfreulicherweise, das Bauvorhaben an der Gützkower Kirche zu fördern.
Am vorletzten Julitag kamen sogar eine Redakteurin und ein Fotograf der DSD Monatszeitschrift „MONUMENTE“, um für einen längeren Artikel über die unsere Kirche in einem der nächsten Hefte zu recherchieren.
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Schadensbilder

Neue Facette im Stadtbild
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Die letzten Arbeiten laufen auf Hochtouren. Der Fertigstellungstermin rückt näher. Wenn alles klappt werden im August die ersten Bewohner der neuen Wohngemeinschaft für Menschen mit erhöhtem Pflege- und Betreuungsaufwand im Neubau in der Kirchstraße 18-19 einziehen.
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Eigentlich seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gibt es Bestrebungen der ev. Kirchengemeinde das baufällig gewordene, ehemalige Pfarrwitwen- und Armenhaus wieder für einen ähnlichen Zweck nutzbar zu machen. Die Häuser Kirchstr. 18-19, in Nachbarschaft der Kirche und gegenüber der Diakonie-Sozialstation sollten für Menschen in ihrer letzten Lebensphase zur Heimstatt werden. In erster Linie machten Denkmalschutzauflagen dieses Vorhaben unmöglich. Mehr als 15 Jahre bedeutete das - vor allem für Kirchstr. 18 - denkmalgeschützten Verfall. Nach einer teuren Bestandsdokumentation konnten die Häuser im August 2009 abgerissen werden. Auf der seitdem unbebauten Fläche begannen Anfang letzten Jahres archäologische Untersuchungen. Nach deren Abschluss begann der Neubau. Zehn Jahre nach dem Abriss der alten Häuser konnte Richtfest gefeiert werden.
Investor ist die „Diakonie Sozialstationen Peene gGmbH“. Die ev. Kirchengemeinden Gützkow, Jarmen, Loitz und Demmin sind zu gleichen Teilen Gesellschafter dieser gGmbH. In Demmin und Loitz gibt es bereits solche, von der gGmbH ambulant betreuten Wohngemeinschaften und damit gute und ermutigende Erfahrungen.
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Am vorletzten Junitag war Gründungsversammlung der ambulant betreuten Wohngemeinschaft.
Noch vor dem Einzug kann man sich am Freitag, den 17. Juli zwischen 10.00 und 14.00 Uhr selbst ein Bild von der WG machen.
Gründungsversammlung der WG am 29.6.20.



Hoffnungsläuten
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Leer wie Christi Grab am Ostermorgen werden in diesem Jahr auch die Kirchen sein. Doch werden sie voll des Lichts nach der Finsternis sein. Sie sind voll der Botschaft des Herrn des Lebens, der vor all dem steht, was Leben bedroht und infrage stellt.
Glocken verkörpern seine Stimme, rufen Christen seit vielen Jahrhunderten zum Gebet. Glocken erreichen die Ohren und Herzen sehr vieler Menschen auch bei Ausgangsbeschränkungen; auch, wenn sie einsam in Pflegeheimen und Krankenhäusern liegen; auch, wenn sie allein in ihren Wohnungen sitzen.
Seit dem 27. März läuten sie nordkirchenweit mittags um 12 Uhr als Zeichen der Hoffnung in schwerer Zeit. Sie wollen Verbundenheit stärken, Trost und Hoffnung spenden. Sie wollen zum Erinnerungsruf für alle werden, sich einmal am Tag Zeit zu nehmen, um in sich zu gehen und neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen, um sich zurückzubinden an das, was trägt und hält.

Was kann das schon austragen? fragt mancher. Vielleicht hilft diese Antwort „von der Front“ aus dem Inn Klinikum Mühldorf in Bayern:
„Reporterin: Thomas Parnitzke, eigentlich Anästhesist, ist jetzt Krisenmanager. Ständig ist er im Haus unterwegs, managt: welcher Patient wird wo und wie untergebracht. Ein Ende der Krise sieht er erst mal nicht.
Reporterin: „Gibt es einen Hoffnungsschimmer?“
Parnitzke: „Wenn man mich fragt, sag ich: Wer beten kann, soll beten. Und das ist auch tatsächlich mein ganz persönlicher Standpunkt. Ja das ist sehr persönlich, aber das ist so, wo ich sage: das ist das, was mir Zuversicht gibt, dass wir auch diese Situation überstehen werden.“

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https://www.zdf.de/politik/laenderspiegel/laenderspiegel-vom-28-maerz-2020-100.html


Meditationsgebete in Corona-Zeiten

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Richtfest Wohngemeinschaft
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Durch die Richtkrone hindurch sieht man das Turmkreuz der Gützkower Kirche. Ein Regenbogen spannt sich zwischen zwei Schauern über die Kirchstraße. Es sind Momente mit Symbolgehalt. Auf beides schauen Mit-arbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation, Bauleute und Planer an ei-nem wettermäßig wechselhaften Nachmittag. Pflegedienstleiterin Damaris Buntrock und alle MatarbeiterInnen sind in diesen Momenten dankbar und  - zu Recht - ein wenig stolz. Eigentlich plante man seit es die Sozialstation in Gützkow gibt, an dieser Stelle ein Haus zu bauen, in dem Menschen mit Pflegebedarf ein Zuhause finden. Zwölf werden es sein, die zu Beginn des zweiten Quartals 2020 einziehen können. Bisher läuft alles nach Plan. Ein guter Grund beim Richtfest zu feiern.
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Nachdem der Richtspruch gesprochen, der Schnaps getrunken und der Nagel eingeschlagen  war, trafen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie Sozialstation, Zimmermänner, andere Bauleute und Planer  im zukünftigen Gemeinschaftsraum  zu einem leckeren Imbiss. Manch einer nutzte die Gelegenheit, einen Blick in die sich im Rohbau befindlichen Räume in den drei Etagen zu werfen.
Über Jahrhunderte war an dieser Stelle ein nach sozialen Bedürfnissen aus-gerichtetes Pfarrwitwen- und Küsterhaus. Bald ist die nach ähnlichen Bedürfnissen ausgerichtete WG fertig.
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Der WG Kirchstraße 18-19 im Rohbau


Eine lange Geschichte…

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 … dokumentierte Janin Zorn während der Vorarbeiten für das Gebäude für eine Seniorenwohngemeinschaft in der Kirchstr.18-19, das die Diakonie-Sozialstation bauen lässt. Ihr Kollege Thomas Hoche ist mit Gützkower Geschichte vertraut. Bei den Grabungen auf dem Kirchplatz, dem Dänholm und im Pfarrhaus zu Anfang des Jahrtausends war er dabei. Um zu verstehen, was der Boden preisgibt, muss man ein geschultes und geübtes Auge und Leidenschaft haben. Wer das nicht hat, sieht eine graue Tonscherbe. Fachleute erkennen das Artefakt aus der frühen Steinzeit vor ca. 5.000 Jahren.
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Ein Sporn aus dem Mittelalter gehörte zu den Funden.
Nein, ein Goldschatz wurde nicht gefunden. Auch nicht das Schild mit den Öffnungszeiten des irgendwo hier in der Nähe vermuteten Swantewit-Tempels aus der Slawenzeit. Aber viele kleine Funde, meist äußerst unscheinbare  Bruchstücke, wurden zu Boten längst vergangener Zeiten: 5000 Jahre alte Tonscherben aus dem Neolithikum, 1000 Jahre alte Funde aus der Slawenzeit. Reste von befestigten Straßen und Gebäudereste aus dem Mittelalter. Spuren von 18 Begräbnissen vom ehemaligen Friedhof, sowie eine Fuß-bodenheißluftheizung aus dem 14.Jhd.
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 P.Metzler lässt sich von T.Hoche die Funktions-weise der Heißluftheizung erklären.

Baustart mit Untersuchungen
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Im August 2009 begann der Abbruch der Häuser Kirchstr. 18-19.
Fast zehn Jahre nach dem Abriss des alten Pfarrwitwenhauses in der Kirchstr. 18 und des Nachbarhauses begannen mit dem neuen Quartal an der gleichen Stelle die Vorarbeiten zum Neubau einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit erhöhtem Pflege- und Betreuungsbedarf. Zuerst werden bodendenkmal-pflegerische Untersuchungen auf dem Gelände durchgeführt. Dadurch werden weitere Erkenntnisbausteine zur Stadtgeschichte im Umfeld der Kirche hinzugefügt.
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Der zweite Monat des Jahres 2019 ist angebrochen.  Noch sind wir im Winter. Auf den Feldern ist Vegetationspause. Auf den Arbeitsfeldern unserer Kirchengemeinde nicht. Hier wachsen viele Pflanzen, manch mehrjährige, manch einjährige. Die Entwicklungs-stadien der Vorhaben unserer Kirchengemeinde sind unterschiedlich lang. Manches scheint ewig zu dauern. Anderes gelingt schneller. In diesem Jahr liegt wieder einiges an, mittlerweile Vertrautes aber auch einiges Neue.

Zum Beispiel dürfen wir uns auf einen neuen Vikar freuen, der unsere Gemeindearbeit bereichern wird. Er absolviert in unserer Gemeinde das letze Jahr seines Vikariats, das er in Gülzowshof bei Pastor Riedel begonnen hat.

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Seit langem gewünscht und geplant, beginnt voraussichtlich im März unter Bauherrenschaft der Diakonie-Sozialstation Peene gGmbH auf dem Grundstück Kirchstr. 18-19 der Bau eines neuen Hauses das hoffentlich ab dem nächsten Jahr eine Wohngemeinschaft für Menschen mit erhöhtem Pflegeaufwand beherbergen wird. Anfragen dazu beantworten gern die Mitarbeiterinnen der der Diakonie-Sozialstation Gützkow (Tel. 038353-214).

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Auch an der Gützkower Kirche muss dringend gebaut werden. Geplant ist für dieses Jahr die Mauerwerkssanierung im Außenbereich. Fördermittel im sechsstelligen Bereich sind beantragt, aber leider noch nicht bewilligt.
Im nächsten Jahr muss dann dringend der Innenputz saniert werden.

Konfirmation (Pfingstsonntag), Freiluftgottesdienst beim Seefest (So., 16.6.) Mittsommerabend und –konzert (22.+23.6.), Jubelkonfirmation (Sonntag, (.September), Familiengottesdienste, Hubertusgottesdienst (So.,10.11.), Martinsfest (Di.,12.11.) Adventsmarkt (1.Advent, So.,1.12.,) Krippenspiel (4. Advent, So.,22.12.): das sind die wiederkehrenden  Höhepunkte in diesem Kirchenjahr.
Über andere Höhepunkte informieren KIRCHENBOTE und Homepage.

 

 

 

 

 

 

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