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PASSION – VOLLER HINGABE LEBEN
 Jesus hat in seiner Lebensweise Gottes Leidenschaft für das Leben zum Ausdruck gebrachtDer Karneval ist vorüber, mit Aschermittwoch beginnt die siebenwöchige Fastenzeit. Am Ostermorgen wird wieder das Leben gefeiert. Die Protestanten nennen die Fastenzeit Passionszeit. Es wird in dieser Zeit daran erinnert, wie Jesus – trotz aller Widerstände- nicht aufgibt, mit seinem ganzen Leben einzustehen für einen Glauben an Gott, der zum Leben aus Liebe befreit. Jesus ahnt, dass es ihm an den Kragen gehen würde. Dennoch ist er sich treu geblieben. Er hätte, noch in der Nacht vor seiner Verhaftung, fliehen können, weg aus Jerusalem. Als er im Vorhof des Tempels die Tische der Händler und Geldwechsler umstößt und an die profetische Kritik am Tempel erinnert, beschließt die Clique um den Tempel, ihn bei der römischen Besatzungsmacht als Aufrührer anzuzeigen. Schon der Profet Hosea sagt deutlich: Gott ist jedes blutige Opfer zuwider, allein darauf kommt es an: Gottes Liebe zum Leben im eigenen Handeln wieder zu spiegeln. “Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer!“ (Hosea 6,6). Was Liebe konkret bedeutet, hat Jesus in den zwei, drei Jahren seines öffentlichen Wirkens immer wieder neu zum Ausdruck gebracht. Kein Mensch wird vergessen, Gott grenzt niemand aus. Menschen, die in Schuld verstrickt sind, bekommen die Chance, ihr Leben zu ändern. Kranke werden nicht stigmatisiert, ihnen wird geholfen durch Ermutigung zur Selbstwirksamkeit. Krankheit als Strafe Gottes zu verstehen, ist eine menschliche Erfindung! Jesus nimmt Beziehung auf zu allen Menschen, ganz besonders zu denen, die von anderen gemobbt werden. In einer durch und durch vom Patriarchat geprägten Gesellschaft geht er besonders achtungsvoll mit Frauen um. Am Anfang der Jesusbewegung sind Frauen und Männer absolut gleich berechtigt, je nach Begabung bzw. Befähigung werden Dienst- und Leitungsämter in der Gemeinschaft verteilt. In der Gemeinschaft mit Jesus erleben viele Menschen, was sie im tiefsten immer ersehnt haben: Angenommen sein, aufeinander achten, miteinander teilen, füreinander dasein. Jesus liebt das Leben und feiert gerne. Er kann zuhören. Er scheut sich nicht, mit denen das Gespräch zu suchen, die andere Sichtweisen haben. Aber er setzt auch Zeichen und grenzt sich ab. Und er sucht jeden Tag die Einsamkeit, um aus dem Gebet Kraft zu schöpfen. Er lebt in inniger Beziehung mit dem Vater im Himmel. Jesus will nicht als Meister verehrt werden. Sein Ziel ist es, Menschen zum Leben in Fülle zu erwecken. Jeder Mensch kann in Verbindung treten mit der göttlichen Clowd. Das ist eine offene Quelle / open source. Da ist eine unerschöpfliche Quelle an Energie von Gott für Alle. In jedem Menschen möchte Gott zum Strahlen kommen. An diese Energiequelle kannst du dich anschließen. Du brauchst nichts als Hingabe, keinen Tempel und keinen Kult. Allein ein hörendes Herz brauchst du. Das kannst du üben. Geh diesen Weg des Herzensgebetes, und du wirst den Segen Gottes erfahren. Dafür hat Jesus sich mit ganzer Leidenschaft und Hingabe eingesetzt, dass viele Menschen, am besten alle!, diesen Weg zur seelischen Befreiung finden. Bis heute stößt er dabei auf Widerstand. Aber er gibt nicht auf. Jesu Passion setzt sich fort in den unzähligen Passionsgeschichten von Menschen rund um den Globus. Diese permanente Passion ist es, die uns heute angeht. Willfrid Knees
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